5 Mio. GigaByte für ein Foto: Das Bild vom “Schwarzen Loch”

Der 10. April 2019 war in jedem Fall ein historischer Tag für die Wissenschaft!

An diesem denkwürdigen Tag präsentierte eine durchaus gelöste Crew von Astro-Experten in einem Brüsseler Medienraum innerhalb einer zweistündigen Pressekonferenz etwas, was man selbst vor wenigen Jahren kaum für möglich gehalten hatte: Das Bild von einem echten “Schwarzen Loch”, genauer, das “Schwarze Loch” aus der Mitte der M87 Galaxie.

Quelle: Event Horizon Telescope 2019

Schon Albert Einstein und Generationen von Wissenschaftlern danach träumten davon, einen Stern in seinem exotischen Endstadium zu sehen. Es dauerte von der Idee bis zum ersten Foto tatsächlich über 20 Jahre. Das Ergebnis ist durchaus beeindruckend geworden, wenn es auch keine ganz realistische Darstellung ist, denn in Wirklichkeit würde man aufgrund der vielen Teilchen und Materie vor dem “Gravitations-Monster” selbst nicht viel sehen können.

“Fotografiert” wurde zwei Jahre lang und nicht mit einer normalen Kamera, sondern mit Radioteleskopen. Diese Aufnahmen wurden dann in einem recht aufwendigen Verfahren zu einem einzigen Bild zusammengerechnet. Hierfür wurden Radioteleskope weltweit zusammengeschaltet, die den unscheinbaren Fleck am Himmelsfirmament täglich viele Millionen mal aufnahmen.

So entstand innerhalb des “Event Horizon” Projektes die unglaubliche Datenmenge von 5.242.880 GigaByte, kurz 5,2 Petabytes. Eine Zahl, mit der normale IT und Entwickler hier sonst nicht umgehen müssen.

Für die Wissenschaft ist damit ein echter Traum in Erfüllung gegangen, denn Theorien aus der Physik und Astronomie können nun besser überprüft werden. Und für alle SF-Fans ist jetzt auch klar, dass die jüngsten Darstellungen aus Filmen schon recht nah an das Original herankommen!

https://eventhorizontelescope.org/science

 

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