Irgendwo hat man sicher schon einmal gehört oder gelesen, wie die Herstellung von CDs und DVDs – ob für Daten oder Musik – vonstattengeht. Da ist immer wieder von einem Glasmaster und anschließend von einer Pressung mit Lasern die Rede. Soweit stimmt das auch. Allerdings ist die Produktion weit aufwendiger, als man zunächst erwartet – und als es sich in der gängigen Kurzfassung darstellt.
Der eine oder andere mag jetzt einwenden: „Ach, das sind doch eh veraltete Medien. Das lohnt sich doch gar nicht mehr, sich das genauer anzuschauen.“ Unrichtig. Derzeit gibt es wieder einen Trend zu physischen Medien. Ausgelöst vielleicht von Firmen wie Sony, die Games nicht mehr zwingend auf Datenträger pressen wollen – oder von all jenen, denen die gestiegenen Kosten für Abos und Streaming langsam zu teuer werden. Dazu kommt das Gefühl, wieder ein Medium selbst besitzen zu wollen, vielleicht auch nur als Backup.
Es gibt sicher noch weitere Gründe. Die Produktion selbst bleibt jedenfalls ein spannender Prozess. Deshalb hat sich die Musikerin Mary Spender in einem Video mit eigenen Augen den Prozess angesehen und sich damit intensiv auseinandergesetzt. Sie besuchte in den USA ein bekanntes Presswerk, läuft mit einem technisch versierten Mitarbeiter durch die Anlage und zeigt die einzelnen Schritte. Es lohnt sich, das einmal anzusehen.
„How CDs Are Physically Made“ by Mary Spender
https://www.youtube.com/watch?v=MHXzv05xLuU&t=1243s


